15. Das Gestohlene wieder rückerstatten


Frage:

Genügt es im Fall des Stehlens die Reue des Menschen zur Vergebung dieser Sünde?

Die Antwort:

Nur die Reue genügt nicht. Das Gestohlene muss rückerstattet werden.

Bei der Geschichte der Reue von Zachäus der Zöllner sehen wir wie er sagt: „und habe ich jemand um etwas betrogen, will ich es vierfach erstatten“ (Luk.19:8).
Vielleicht hat der Zachäus diese Aussage von dem Gesetz entnommen, denn es steht im Gesetz: „Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet oder verkauft, so muss er fünf Rinder für ein Rind ersetzen und vier Stück Kleinvieh für ein Schaf“ (Moses 2. 21:37)   [Sieh auch Sam.2. 12:6].

Hat er , was er gestohlen hat, dem Bestohlenen nicht rückerstattet, so soll er das seinen Erben rückerstatten, mittelbar oder unmittelbar. Hat er das aber überhaupt nicht an den ursprünglichen Besitzern zurückgegeben, so darf das Gestohlene nicht weiter im Besitz des Diebes bleiben...

Er soll es den Armen geben oder dem Staat oder der Familie des Bestohlenen oder seinem Haus. Hauptsache darf er das illegale Geld nicht weiter behalten.

Neben der Reue soll dar Dieb also das gestohlene Geld rückerstatten und seine Sünde beichten und die geistliche Straft dafür erhalten, dann liest der Priester ihm die Absolution für diese Sünde zu ihrer Vergebung.

 

 

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Jahre mit den Fragen der Menschen - Teil V - Geistliche Fragen und Fragen über die Heilige Schrift

Seine Heiligkeit Papst Schenouda III